Das Hasenhäuschen. Nach einem ukrainischen Volksmärchen.pdf

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DAS HASENHÄUSCHEN
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DAS HASENHÄUSCHEN
Nach einem ukrainischen Volksmärchen
Illustrationen von Wadnn Lasarkcwitsih
DER KINDERBUCHVERJLAG BERLIN
E s lebten einmal ein Fuchs und ein Hase.
Die Füchsin hatte ein Häuschen aus Eis und Schnee, der
Hase hatte ein Häuschen aus Rinde und Bast.
Aber immer, wenn die Füchsin den Hasen sah, schrie sie:
„Mein Haus ist hell, dein Haus ist dunkel. Meins ist hell,
deins ist dunkel.“
Der Sommer kam und das Eishäuschcn der Füchsin zer­
schmolz.
Da fing sie an zu bitten: „Ach, lieber Hase, laß mich
hinein, laß mich auf deinen H of!“
„Nein“, sagte der Hase, „ich laß dich nicht herein. Warum
hast du mich verspottet und mein Häuschen gescholten.“
Die Füchsin bat und flehte so lange, bis das Häschen sie
auf den H of ließ.
Am nächsten Tag fing die Füchsin wieder an zu bitten:
„Ach, lieber Hase, laß mich hinein, laß mich in dein
Gärtchen!“
„Nein“, sagte der Hase, „ich laß dich nicht herein. Warum
hast du mich verspottet und mein Häuschen gescholten.“
Die Füchsin jammerte so lange, bis sich das Häschen er­
barmte und sie in das Gärtchen ließ. Am dritten Tag
stand die Füchsin vor dem Häuschen und bat: „Ach,
lieber Hase, laß mich hinein, laß mich in dein Häuschen!“
„Nein“, sagte der Hase, „ich laß dich nicht herein. Warum
hast du mich verspottet und mein Häuschen gescholten.“
Aber die Füchsin weinte und klagte so lange, bis der Hase,
der ein weiches Herz hatte, der Füchsin die Tür des Häus­
chens öffnete.
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